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Altonaer Manifest

Für eine sozial gerechte Stadtentwicklung

Altonaer Manifest

Für eine sozial gerechte Stadtentwicklung

Altonaer Kleingärten

Stand: April 2013

Altonaer Kleingärten

Der Senat plant den Verkauf von 35 ha Grünflächen am Volkspark und am Rande Ottensens: Das sind 560 Kleingärten mit 27 ha, 4 ha Parkanlagen und 4 ha Sportanlagen, die zur Bebauung freigegeben werden sollen.

Ein erfolgreiches Bürgerbegehren zum Erhalt der Altonaer Kleingärten wurde vom Senat 2009 kassiert (evoziert). Mit dem Verkauf der “Verwertungsflächen” solle der Hamburger Teil des A7-Deckels finanziert und neue Flächen für den Wohnungsbau zur Verfügung gestellt werden.

Entgegen dem Versprechen, dass die Kleingärten erst plattgemacht werden, wenn Ersatzflächen auf dem A7-Deckel zur Verfügung stehen, werden jetzt schon B-Pläne für die Bebauung von Kleingärten am Othmarscher Kirchenweg und an der Baurstraße aufgestellt und deren Realisierung geplant – während die gesamte A7-Deckel- Entwicklung in weite Ferne gerückt ist.

Werden diese Pläne realisiert, verliert Altona seine grünen Inseln nahe dem dicht bebauten Kerngebiet:

- Freizeit- und Erholungsflächen für alle

- Begegnungsstätten aller Generationen und sozialer Schichten

- naturnahe und autofreie Spielflächen für Kinder

- 100 Jahre alte Gartenkultur

- für den Wasserhaushalt wichtige unversiegelte Flächen

- grüne Lungen für Luftqualität und Stadtklima

- ökologische Nischen für viele Tier- und Pflanzenarten

Um den Bedarf an bezahlbaren Wohnungen zu decken, darf kein weiterer Grünflächenverbrauch stattfinden.

Die vorliegenden Rahmenpläne lassen nicht erwarten, dass dort sozialer Wohnungsbau entstehen soll, zumal in unmittelbarer Nähe ehemalige Sozialwohnungen von der SAGA gegen Höchstgebot als Eigentumswohnungen versteigert werden.

Die Vernichtung von 35 ha Grünflächen wäre ein Verlust an Lebensqualität für die heutigen und zukünftigen Bewohner und Bewohnerinnen Altonas und Hamburgs.

 

Apfelbaum braucht Wurzelraum
Initiative zur Rettung der Kleingärten in Altona

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