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Altonaer Manifest

Für eine sozial gerechte Stadtentwicklung

Altonaer Manifest

Für eine sozial gerechte Stadtentwicklung

'Sportpark' Baurstraße

Stand: April 2013

Sportplatz Baurstraße

'Sportpark' Baurstraße

Worum es geht?

Sport macht Spaß, Sport dient im Allgemeinen der Gesundheit. Und so spielen viele Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Vereinen begeistert Fußball auf den idyllisch und wohnungsnah gelegenen kleinen Plätzen am Trenckner Weg, am Othmarscher Kirchenweg, beide nicht weit von der Bernadottestraße entfernt, und in der Wichmannstraße in Bahrenfeld.

Nicht mehr lange.

Der Senat hat nämlich entschieden, diese Flächen dicht mit Wohngebäuden zu bebauen, um mit den Millionenerlösen einen Teil des Deckels über die Autobahn A 7 zu finanzieren. Gut für die Anwohner nahe der Autobahn. Sie sehnen sich nach Ruhe.

Aber gut für die Sportler? Und gesund für die Sportler?

Direkt neben der Autobahn A 7 auf dem Gelände, wo jetzt der Bahrenfelder Sportverein v. 1919 auf dem Hermann-Seiffart-Platz spielt, soll eine neue riesige Sportanlage, ein sog. Sportpark, für mehrere Vereine entstehen. Dicht gedrängt werden die einzelnen Plätze gebaut und weit weg von den alten Anlagen. Rd. 1,5 km mehr muss dann ein Kind gehen, um auf der neuen statt auf seiner alten Anlage am Trenckner Weg zu trainieren. Und die viel befahrene Behringstraße überqueren. Dabei sagen Richtwerte, dass einem Kind nur rd. 500 bis 800 m Weg zugemutet werden sollen.

Bis Ende der 1990er Jahre stand nahe der Autobahn eine Luftmessstation. Und zeigte Werte, die sehr deutlich über den heutigen Grenzwerten lagen. Inzwischen hat der Verkehr zugenommen, die Schadstoffbelastung vermutlich auch. Kinder und Jugendliche sollen nun dicht neben der mit täglich mehr als 110.000 Kraftfahrzeugen befahrenen Autobahn Sport treiben? Kinder reagieren auf Schadstoffe empfindlicher als gesunde Erwachsene. Stickstoffdioxid reizt die Schleimhäute und kann Kopfschmerz und Schwindel hervorrufen. Feinstäube können Asthma bewirken.

Fazit:

Man sagt, dass der Deckel die Ausbreitung der Schadstoffe verhindern werde. Aber der Deckel ist noch lange nicht rechtlich genehmigt geschweige denn gebaut. Vielleicht hat man in einigen Jahren kein Geld mehr dafür. Und dann sind die kleinen und dezentralen Sportanlagen bebaut und für immer für die Kinder und Jugendlichen verloren gegangen.

Was wir wollen

Wir wollen die Beibehaltung und Entwicklung von wohnungsnahen und vernetzten Freiflächen als soziales Muss und stadtplanerisches Soll in einer zukunftsfähigen Stadt. Wir wollen eine an den Bedürfnissen jetziger und künftiger Bewohner ausgerichteten sozial gerechten Stadtentwicklung und dazu gehören auch Spiel- und Sportplätze mit Luft zum Atmen.

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