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Altonaer Manifest

Für eine sozial gerechte Stadtentwicklung

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Bauvorhaben 'Bergspitze'

Stand: April 2013

Bergspitze

Bauvorhaben 'Bergspitze'

Worum geht es?

Das Gebäude, Ecke Goetheplatz / Neue Große Bergstraße soll durch einen Neubau ersetzt werden. Der Neubau wird nach Osten 18,5 Meter des Goetheplatzes und nach Süden 6 - 7 Meter der Neuen Großen Bergstraße überbauen.

Dieser öffentliche Raum soll an den Bauherren Bruhn Immobilien verkauft werden. Das Bauvorhaben trägt den Namen 'Bergspitze'.

Was genau wird dort entstehen?

Mit 6 Geschossen plus einem Staffelgeschoss wird das Gebäude in seiner Gesamthöhe von
25,8 Metern das gegenüber liegende „Hundertmark-Haus“ um rund 5 Meter überragen.
Es sollen dort u.a. 55 Wohnungen entstehen. Die beiden unteren Stockwerke sind für einen Groß-Einzelhandel mit 2.000 qm Fläche konzipiert.

Rechtsgrundlage:
Nach dem aktuell gültigen Bebauungsplan („Altona-Altstadt 46“) widerspricht das geplante Bauwerk den rechtlich verbindlichen Vorgaben. Die befürwortenden Politiker umschiffen diese Klippe mit einem so genannten „beschleunigtem Verfahren“, welches quasi das Nachreichen eines neuen Bebauungsplanes nach Fertigstellung des Gebäudes ermöglicht.

Kritik:

Der geplante Bebauungsplan („Altona-Altstsdt 60“) entspricht 1:1 dem Bauvorentscheidsantrag des Investors. Der Investorenwunsch wird ohne Bürgerbeteiligung zum politischen Wille und im Nachhinein zu geltendem Baurecht.

Gut 50% der Wohnungen werden nie direktes Sonnenlicht haben (bedingt durch die Ost-West-Ausrichtung und die massive Tiefe des Bauwerks).

Der Goetheplatz wird zu einer gewöhnlichen Kreuzung mutieren, wenn das Gebäude der 7geschossigen „Bergspitze“ so raumgreifend wie geplant realisiert wird. 500 qm öffentlicher Grund und Boden werden an den Investor verkauft, gehen also der Allgemeinheit für immer verloren, damit dieser 2000 qm Ladenfläche für nur einen Großeinzelhändler wie C&A realisieren kann. Kleine Läden und Gewerbetreibende werden durch große Ladenketten verdrängt. Diese Planung geht am Bedarf der Anwohner und Gewerbetreibenden vorbei. Die Chance auf Individualität der Straße wird vergeben.

Auch ist bekannt, das durch die Ost-West-Ausrichtung die Windverhältnisse in der Großen Bergstraße problematisch sind. Der Neubau „Bergspitze“ wird die Neue Große Bergstraße zum Ikea-Gebäude hin - einer Orgelpfeife gleich - verengen. Straße und Platz werden verschattet und der entstehende Windkanal zerstört jegliche Aufenthaltsqualität auf dem Rest-Goetheplatz.

Fazit:

Anstelle den Goetheplatz für Bürger - und gemeinsam mit ihnen - zu gestalten, wie es im Zukunftsplan Altona ausdrücklich erwünscht ist, wird jede Gestaltungsmöglichkeit von einem Hochhaus verbaut.

Der Verkauf der öffentlichen Fläche für die „Bergspitze“ nützt einzig und allein dem Geldbeutel des Bauherren und vermindert die Aufenthaltsqualität von Straße und Platz erheblich.

Mehr Informationen zur Bergspitze finden Sie hier

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