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Altonaer Manifest

Für eine sozial gerechte Stadtentwicklung

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Grünzug Goetheallee

Stand: April 2013

Grünzug Goetheallee

Grünzug Goetheallee

Worum geht es hier?

Die Bezirksversammlung hat zu Jahresbeginn auf Antrag der Grünen und der SPD beschlossen, den Grünzug Goetheallee und die Schulerweiterung des Gymnasiums Allee gemeinsam zu entwickeln.

Unter einer Entwicklung dieses schönen kleinen Grünzuges mit seinen uralten Bäumen mit ihren gewaltigen Stämmen, wie man sie im Altonaer Kernbereich nirgendwo sonst findet, würde man normalerweise erwarten, dass noch zusätzliche Bänke, ein Springbrunnen oder Blumenbeete angelegt würden. Doch das Gegenteil ist der Fall. Geplant ist die Aufstellung von Unterrichts-Containern bzw. die Verlegung von Schulfreiflächen für Sport und Pausenaufhalte in diesen Grünzug und die bisherigen Freiflächen für Container-Errichtung zu nutzen.

Was ist der Hintergrund?

Die Kurt-Tucholsky-Schule an der Eckernförder Str., die bis vor wenigen Jahren ein Gymnasium war und jetzt eine Stadtteilschule ist, soll an ihrem jetzigen Standort aufgegeben und in die Neue Mitte Altona an der Harkortstr. verlegt werden. Diese schon jetzt bekannt gewordenen Pläne haben einen Run auf das Gymnasium Allee und sogar das Gymnasium Altona am Hohenzollernring/Bleickenallee ausgelöst. Beide Schulgebäude sind hundert Jahre alt und auf eine dreizügige Klassensituation angelegt, also jeweils 3 Parallelklassen pro Jahrgang. Nun sollen beide Schulen auf eine sechszügige Klassenführung erweitert werden, was unter den gegebenen räumlichen Bedingungen nicht möglich ist, ohne die umliegenden Grünanlagen einzubeziehen.

In der Kurt-Tucholsky-Schule werden derzeit 800-900 Kinder und Jugendliche unterrichtet, in der neuen Schule an der Harkortstr. ist Platz für ca. 1100 Schüler vorgesehen. Angesichts der geplanten 3000 neuen Wohneinheiten auf diesem Gelände ist jetzt schon klar, dass dies keinesfalls für die weiter hinzukommenden Schüler aus der Kurt-Tucholsky-Schule ausreichen kann, so dass die Erweiterung des Gymnasiums Allee kein Provisorium sondern eine Dauereinrichtung bleiben wird.

Warum will man die Kurt-Tucholsky-Schule aber überhaupt schließen, das Gelände verkaufen und für Wohnungsbau freigeben? Der nördliche Teil von Altona-Nord zwischen Stresemannstr., Alsenstr. und dem Postzentrum ist ein mit Grün und sozialen Einrichtung völlig unterversorgter Stadtteil, der aufgrund seiner Bebauungsstruktur ohnehin Konfliktsituation im Miteinander-Wohnen beinhaltet. Anstatt den Jugendlichen dieses Quartiers soziokulturelle kostenlos zu nutzende Angebote zu machen, soll ihnen nun auch noch die Schule als ein Treff- und Bezugspunkt genommen werden. Hinzu kommt, dass insbesondere für die Jüngeren der Weg über die Stresemannstr. hinweg zur sog. Neuen Mitte Altona gefährlich und weit ist.

Fazit

Hier zeigt sich in aller Deutlichkeit, dass das Bestreben der Finanzbehörde, ihre haushälterischen Probleme durch den Verkauf öffentlicher Flächen zu lösen, für die Menschen in den betroffenen Quartieren ausschließlich und unmittelbar äußerst negative Folgen haben. Diese Entwicklung muss endlich gestoppt werden!

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