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Altonaer Manifest

Für eine sozial gerechte Stadtentwicklung

Altonaer Manifest

Für eine sozial gerechte Stadtentwicklung

Bebauung Carsten-Rehder-Schule

Stand: April 2013

Carsten-Rehder-Schule

Bebauung Carsten-Rehder-Schule

Worum geht es hier?

Das Gelände der Schule Carsten-Rehder-Straße ist für viele Grundstückshaie ein Sahnestück. In Blickweite sind Gebäude entstanden, in denen der qm Wohnraum für € 7500,- angeboten wird.

Insgesamt existiert in Altona bereits ein Mangel an Schulflächen und an für den Sportunterricht benötigten Hallenflächen.

Durch die Umstrukturierung der Schullandschaft zum „zwei Säulen Modell“ aus Stadtteilschulen und Gymnasien und durch das Konzept der Inklusion – das ist das Recht der Teilnahme am Regelunterricht durch Schülerinnen und Schüler, die in ihrer Lernfähigkeit eingeschränkt sind – müssen die vorhandenen Schulraumkapazitäten in ihrer Nutzung neu strukturiert werden. Dieser Prozeß ist bei weitem nicht abgeschlossen.

Kritik

Statt nun aber dieser Aufgabe auch den nötigen zeitlichen Raum einzuräumen, versuchen Teile der mit Schulgrundstücksflächen befassten Behörden möglichst schnell Schulstandorte aufzugeben und Grundstücke zu veräußern.

Um dieser unsinnige Maßnahme der Aufgabe öffentlich nutzbarer Flächen einen Anstrich von Sinnhaftigkeit zu geben, wird mit dem Konzept der „wachsenden Stadt“ und dem finanzpolitischen Steuerungsmittel der „Schuldenbremse“ und dem daraus folgenden „Kürzungshaushalt“ scheinargumentiert.

Die Gebäude der Schule sind in einem sehr guten Erhaltens- und Ausstattungszustand. Das Freigelände ist bis gegen 22 Uhr Aktivitätsfläche für Kinder und Jugendliche aus den umgebenden Wohnquartieren. Dieser Zustand muß im Interesse einer zukunftsfähigen sozialräumlichen Entwicklung von Stadt aufrecht erhalten werden.

Fazit

Wenn eine Stadt ihren Bewohnern keine Freiräume mehr bietet, dann wird insbesondere den Kindern und Jugendlichen die Erfahrung der Eroberung einer eigenen Lebenswelt genommen. Daraus folgen natürlich soziale Konflikte, die das Leben in der Stadt verschlechtern.

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