„Großen Ratschlag“ über die Wohnungssituation in Hamburg

Mittwoch, den 20. Januar zwischen 18 und 21 Uhr

Liebe Engagierte in der Wohnungsfrage in Hamburg,
wir möchten euch zu einem „großen Ratschlag“ über die Wohnungssituation in Hamburg und zu den Perspektiven der Weiterarbeit einladen. Wo stehen wir? Wie soll es weitergehen?

Wir haben mit den beiden Volksinitiativen „Keine Profite mit Boden und Miete“ die erste Stufe erfolgreich abgeschlossen. Sowohl die Initiative „Boden und Wohnungen behalten. Hamburg sozial gestalten“, als auch
die Initiative „Neubaumieten auf städtischem Grund. Für immer günstig“ haben mit über 14.000 Unterschriften, gesammelt unter schwierigen Umständen, einen eindrucksvollen Erfolg erzielt. Allen, die dazu
beigetragen haben, sei hier noch einmal ausdrücklich gedankt!

Der nächste Schritt in der Hamburger Volksgesetzgebung ist das Volksbegehren. Dies wird erheblich schwieriger, weil wir innerhalb von nur drei Wochen ca. 65.000 Unterschriften sammeln müssen. Wir fordern,
dass die Stadt keine Grundstücke und Wohnungen mehr verkauft (Grundstücke ggf. in Erbpacht) und auf städtischem Grund nur noch dauerhaft günstige Wohnungen gebaut werden. Wenn Volksbegehren und
Volksentscheid erfolgreich sind, bedeutet dies eine grundlegende Neuausrichtung der Hamburger Wohnungspolitik. Auf längere Sicht wird es dann keinen Mangel an günstigen Wohnungen und auch kein
Auslaufen der Sozialbindung von Mietwohnungen in Hamburg mehr geben.

Beim Unterschriften sammeln haben wir sehr viele Gespräche mit Menschen geführt, auch solche, die Einwände, Kritik und Verbesserungsvorschläge vortrugen. Die Wirkungen unserer Initiative werden auch bei
einem Erfolg des Volksbegehrens und der Volksentscheide erst mittelfristig zu spüren sein. Und natürlich lösen unsere Volksinis nicht alle wohnungspolitischen Probleme, schon gar nicht kurzfristig. Die aktuelle
Wohnungsnot, gekennzeichnet durch Preissteigerungen, zunehmende Obdachlosigkeit, Zwangsräumungen, Luxusmodernisierungen und viele andere Probleme, braucht aber bereits jetzt Gegenwehr.

WIR BRAUCHEN EINE NEUE MIETER*INNENBEWEGUNG IN HAMBURG.
Natürlich geht es nicht darum, dem Netzwerk „Recht auf Stadt“ oder der „Versammlung der Stadtteile“ Konkurrenz zu machen, sondern wir wollen die bestehenden Strukturen stärken.

Wir möchten euch daher zu einem „großen Ratschlag“ einladen, um gemeinsam

  • über die Ziele und den Stand der Volksinitiativen und
  • über Vernetzungsmöglichkeiten und Aktionen zu beraten, am

Mittwoch, den 20. Januar zwischen 18 und 21 Uhr

Wir wissen noch nicht, ob es möglich sein wird, eine Versammlung abzuhalten oder nur eine Videokonferenz. Falls eine Versammlung möglich sein sollte, haben wir das Glück, einen großen Raum benutzen
zu dürfen, die ehemalige Thalia-Theater-Probebühne in Altona in der Gaußstraße. Falls nicht, werden wir eine große Videokonferenz veranstalten.

Wir bitten um Anmeldung. Gebt uns möglichst bald eine Antwort, möglichst spätestens bis zum 10. Januar 2021 an unsere Email: info@keineprofitemitbodenundmiete.de

Wir freuen uns auf Vorschläge zum Ablauf des Abends!
Um den 20. Dezember werden wir uns erneut an euch wenden, mit einem Vorschlag zum Ablauf.     
Solidarische Grüße

Die Volksinitiativen „Keine Profite mit Boden und Miete“ Marie-Dominique Vernhes
Bernd Vetter
Marc Meyer
Paul H.Mann
Gilbert Siegler